Die erste Weiche des Bahnhofs Heede ist eingebaut und kann über die abschließbare Stellvorrichtung bedient werden. Was mich sehr gefreut hat: Die Justierung des Stelldrahtes, der in die Stellschwelle führt, ist keine große Fummelei und geht zügig von der Hand. Das Ganze funktioniert so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Im Prinzip besteht die Stellvorrichtung aus drei Teilen: (1) die abschließbare Bedienung, die als Einheit hinter die Segmentwand geschraubt wird, (2) die Aufnahme für den Stelldraht und (3) eine Verbindung zwischen den beiden Teilen (1) und (2) in Form eines den Gegebenheiten entsprechend zu biegenden Messingrohrs.
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Aus einem Alu U-Profil entstand die Aufnahme für den Stelldraht. Zwei Schrauben fixieren das Profil unter dem Trassenbrett. Der Stelldraht wurde an ein Messingrohr gelötet, dem das U-Profil als Lagerung dient. Durch ein gebogenes Messingrohr werden die abschließbare Stellvorrichtung und die Aufnahme für den Stelldraht miteinander verbunden. Dieses Messingrohr wird jedoch nicht verlötet, sondern von zwei Schraubklemmen gehalten. Auf diese Weise ist eine leichte Einstellung des richtigen Andrucks der Weichenzunge möglich. Bei Bedarf kann hier natürlich nachgestellt werden.
Das folgende Bild zeigt die Bedienungsseite. Neben dem Knopf zum Stellen der Weiche befindet sich das Schlüsselloch. Den Schlüssel werde ich noch umarbeiten, damit dieser dem Vorbild ähnlicher aussieht.
Was nun noch fehlt, ist eine bewegliche Weichenlaterne von Weinert. Die Montage und die Verbindung zum Stellmechanismus nehme ich mir für den Vatertag vor. Sollte das Wetter jedoch noch schön werden, schwinge ich mich auf’s Rad!
Meine Frau liest nicht oft meinen Blog. Heute hat sie sich dann doch nach längerer Zeit wieder einmal auf diesen Seiten umgesehen und natürlich auch den Beitrag zu “meiner” neuen Kamera gelesen. Ihr Entsetzen war groß. Daher an dieser Stelle eine kleine Korrektur meinerseits: Mit unserer neuen Kamera lassen sich selbstverständlich auch Fotos der Familie machen! Ist doch klar. Nebenbei kann aber eben auch die Modelleisenbahn mit dem neuen Gerät abgelichtet werden. Das war’s auch schon, zu unserer neuen Kamera.
So langsam erreichen die Gleise den Bahnhof Heede, wenn zur Zeit auch nur provisorisch verlegt und mit Stecknadeln in Form und Position gehalten. Dem aufmerksamen Betrachter wird beim Anblick des Fotos nicht entgangen sein, dass auch am EG von Heede noch nicht alle Bauarbeiten abgeschlossen sind. Da wären z. B. noch die fehlenden Dachrinnen; diese werden aber erst montiert, wenn das Gebäude seinen endgültigen Platz eingenommen hat und das Gelände ums EG modelliert wurde. Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem die erste Fahrt von Esche nach Heede möglich sein wird …
30. April 2012 ~ 18:29 Uhr
Eigentlich längst fällig war die Anschaffung einer besseren Kamera, um das geschaffene Modellwerk ein wenig professioneller ablichten zu können. Seit vergangenem Samstag zählt nun eine Spiegelreflex der Marke Nikon zu meinen (Modellbahn-) Werkzeugen. Zwar handelt es sich um eine DSLR aus dem Einsteigersegment, aber für mich ist die Qualität der ersten gemachten Aufnahmen schon ein riesiger Fortschritt. Ich beschäftige mich nun mit Begriffen, wie z. B. “Tiefenschärfe” oder “Blendenzahl”. Ein interessantes Thema, die Fotografie – aber auch sehr komplex. Ich bin froh, die ersten Nahaufnahmen zu meiner Zufriedenheit ganz ordentlich hinbekommen zu haben. Natürlich mit Stativ. Zukünftig kann sich also das Auge des Betrachters meines Blogs an schönen Bildern aus Esche bzw. Heede erfreuen!
24. April 2012 ~ 20:11 Uhr
Der erste neue Abschnitt auf dem Weg von Esche nach Heede ist eingeschottert. Erstmals verwende ich nun Schotter der Firma minitec und einen flexiblen Mattkleber von Langmesser. Zunächst habe ich die Schwellen mit stark verdünnter Farbe aufgehellt. Diesen Vorgang habe ich zweimal durchgeführt, da ich die feinen Strukturen in den Schwellen und die Kleineisen nicht zukleistern wollte. Also lieber stark verdünnte Farbe in mehreren Gängen auftragen! Dann folgte das Schottern nach bewährter Methode: Verteilen des Schotters zwischen den Schwellen, Steinchen mit einem Pinsel von den Schwellen fegen, Gleis mit entspanntem Wasser aus einem Zerstäuber einnebeln und abschließend Schotterkleber mittels Einwegspritze aus der Apotheke aufträufeln. Nach einem Tag der Durchtrocknung kann das Gleis mit dem Reinigungsgummi gesäubert werden. Probefahrt – und fertig!
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Der Schotter von minitec gefällt mir in der Farbgebung äußerst gut. Ich verwende die Sorte “Phonolith” und zwar die Variante “nach den Empfehlungen des AGN”. Der flexible Mattkleber sorgt zusammen mit dem Unterbau aus Dämmplattenmaterial für eine optimale Geräuschdämmung. Mit der Auswahl dieser Materialien bin ich gut beraten.