Archive for ◊ November, 2010 ◊

30. November 2010 ~ 20:23 Uhr

… wurden heute die beiden Segmente des zukünftigen Bahnhofs Esche. Die Befestigung erfolgte mittels Lochschienen-Ragalsystem, wie es in jedem Baumarkt zu bekommen ist. Da die Segmentbreite exakt 30 cm beträgt, können hier auch die 30 cm Regalträger unverändert verwendet werden.

Foto: Die Segmente an ihrem Bestimmungsort: An der Wand im Arbeitszimmer

Damit’s nicht so leblos wirkt, wurde schon einmal ein Güterwagen in Esche abgestellt.

Foto: Gedeckter Güterwagen der Gattung Glmhs 38

29. November 2010 ~ 22:25 Uhr

Vor wenigen Minuten habe ich die erste Bestellung von Modellbahnartikeln für das Projekt “Esche” auf den Weg gebracht: Gleismaterial von Tillig (die Elite-Variante), Empfangsgebäude (EG) und Laderampe von Auhagen. Leider gibt es nicht mehr das “Modellbahnstübchen Specht” in Marienhafe, welches ich als Kunde sehr geschätzt und immer gern besucht habe und auch sonst fehlt eine Alternative als Einkaufsmöglichkeit in meiner näheren Umgebung. Bleibt noch der Weg über das Internet, den ich auch heute beschritten habe; in Form einer Online-Bestellung bei “lokshop.de”. Es gibt da auch noch einen Elektronikversand, beginnend mit einem großen “C”, dessen Preise besaßen für mich jedoch nicht die notwendige Attraktivität. ;-)

Foto: Die erste Bestellung erfolgte bei lokshop.de

Nach dem Eintreffen des Materials kann endlich mit der Gleisverlegung und dem Zusammenbau des EG begonnen werden. Erst dann kann ich auch einen Eindruck gewinnen, wie alles auf der geringen Tiefe der Segmente von gerade einmal 30 cm (abzüglich eines Zentimeters für die Kulisse!) wirken wird.

Die beiden fertig zusammengebauten Segmente werden noch in dieser Woche ihren Platz an der Wand meines Arbeitszimmers einnehmen.

22. November 2010 ~ 19:36 Uhr

Ein Nachteil der Segmente besteht darin, daß der zusammengebaute “Holzkasten” geradezu wie ein Klangkörper wirkt. Ich habe mich daher dazu entschieden, auf das Trassenbrett eine 7mm starke Dämmplatte aus Hartschaum, wie sie für Isolierungszwecke im Baumarkt zu bekommen ist, zu kleben. Diese wird die Aufgabe übernehmen, einen Teil der Fahrgeräusche zumindest zu dämpfen.

Foto: Auf dem Trassenbrett aufgebrachte Dämmplatte

Auf die Dämmplatte erfolgte dann noch das Verkleben einer 2mm starken Korkschicht. Als Kleber kam hier ein Produkt von Pattex zum Einsatz: “4 in 1″. Dieser bleibt – im Gegensatz zum Holzleim – elastisch, dadurch werden Schallbrücken zum Segmentkasten vermieden. Mit Kork habe ich die Erfahrung gemacht, daß dieses Material bestens mit diversen Klebern oder Leimgemischen harmoniert, mit denen später die Landschaftshaut aufgetragen wird. Die Korkschicht dient als Basis für den eigentlichen Landschaftsbau und die Gleisverlegung.

Foto: Korkschicht als Basis für die Landschaftshaut und Gleisverlegung

Ob die Geräuschdämmung zufriedenstellend ausfallen wird, läßt sich aber erst dann sagen, wenn auch die Gleise aufgeklebt sind und die ersten Probefahrten erfolgen können. Bis dahin wird es allerdings noch eine Weile dauern …

~ 18:22 Uhr

In der Auricher toom-Filiale wurden die einzelnen Sperrholzplatten (Pappel, 10mm) für die beiden Segmente nach meinen Vorgaben zugeschnitten. Der toom-Mitarbeiter vom Holzzuschnitt hat gute Arbeit geleistet und so konnten alle Teile später problemlos und paßgenau zusammengefügt werden. Die 1,25 Metern langen Sperrholzplatten paßten gerade noch so auf die Rückbank meines Suzuki SWIFT. Nochmal Glück gehabt – denn ich hatte zuvor nur per Augenmaß entschieden, daß die Teile in mein Auto passen müßten.

Foto: Die einzelnen Sperrholz-Platten für ein Segment

Die einzelnen Teile wurden in der Garage mit Holzleim bestrichen, zusammengesetzt und anschließend mit SPAX-Schrauben fixiert. Mit dem Anzeichnen der Hilfslinien für die erforderlichen Bohrungen und dem Vorbohren der Löcher für die SPAX-Schrauben vergingen ca. 90 Minuten und die beiden Segmente waren zusammengebaut.

Foto: Ein zusammengebautes Segment

21. November 2010 ~ 19:33 Uhr

Ein nicht ganz unerheblicher Teil der Zeit, die man für die Planung einer Modelleisenbahn aufwendet, wird für den Gleisplanentwurf verwendet. Schließlich lassen sich die Gleise, wenn sie einmal auf dem Trassenbrett befestigt und eingeschottert sind, nicht ohne größeren Aufwand wieder entfernen und neu verlegen. Der Gleisplan sollte daher wohl überlegt und bestens durchdacht und überdacht worden sein, bevor er endgültig verabschiedet und in die Tat umgesetzt wird.

Foto: Gleisplan des Bahnhofs Esche

Mich hat der Prozess der Gleisplanentwicklung über einen Zeitraum von gut zwei Monaten immer wieder beschäftigt. Auf dem Foto ist der finale Entwurf zu sehen. So soll es denn nun in den kommenden Wochen in die Tat umgesetzt werden!

Neben dem Empfangsgebäude wird es eine Kopf- u. Seitenrampe, einen Landhandel, eine Ladestraße und eine Fabrik geben.

Außerdem hat das Kind nun auch einen Namen: Der Bahnhof wird auf einem Schild den Namen “Esche” tragen. Ich habe mir den Namen vom gleichnamigen Bahnhof, in der Grafschaft Bentheim gelegen, sozusagen ausgeliehen. Bei meinem Gleisplan handelt es sich jedoch nicht um einen Nachbau des Bahnhofs der Bentheimer Eisenbahn – mir hat einfach nur der Name gefallen. Klingt typisch nach Nebenbahn.