Stellmechanismus für die Weichen
25. Dezember 2010 ~ 14:22 Uhr

Da es sich bei den Weichen in Esche um ortsgestellte Weichen handeln soll, muß ich einen geeigneten Stellmechanismus realisieren. Zu diesem Thema habe ich bereits vor einigen Jahren verschiedene Möglichkeiten im Internet recherchiert. Auch, wenn die von mir gewählte Form der Stelleinrichtung so, oder so ähnlich, schon oft gezeigt und vorgestellt wurde, möchte ich trotzdem – der Vollständigkeit halber – an einigen Fotos den Aufbau erläutern.
Auf dem folgenden Foto sind die Einzelteile des Stellmechanismus zu sehen. Leider fehlt auf dem Bild noch eine Holzkugel; diese ist kurz vor der Erstellung des Fotos heimlich aus dem Bild gerollt. Als Bauteile werden benötigt: Ein Draht, der als “Stelldraht” von unten in die Stellschwelle der Weiche führen wird, zwei Winkel (30mm und 50mm), eine Schraube (M4 x 25) mit zwei Muttern, ein Kippschalter, ein Messingrohr (4mm) und eine Holzkugel.

Foto: Die Einzelteile zum Bau des Stellmechanismus


Der Stelldraht führt durch die Stellstange (Messingrohr) und den Kippschalter. Daher müssen diese beiden Teile zunächst mit einer entsprechenden Bohrung versehen werden.

Foto: Bohrung durch die Stellstange


Foto: Bohrung durch den Hebel des Kippschalters

Kippschalter und Schraube werden an einer Seite des 50mm Winkels montiert. Dazu muß die am Winkel vorhandene Bohrung etwas erweitert werden, damit der Kippschalter durchgeschoben werden kann. Den Durchmesser der Schraube habe ich so gewählt, daß diese in die vorhandene Bohrung des Winkels paßt.

Foto: Winkel mit montiertem Kippschalter und eingesetzter Schraube

Unter dem Trassenbrett erfolgt die genaue Ausrichtung des 50mm Winkels. Hierzu ist etwas “Fummelarbeit” erforderlich, da der Winkel unter dem Trassenbrett festgehalten werden muss, während die Stellstange durch eine Bohrung in der Frontblende des Segments geschoben werden muss. Außerdem muß der Stelldraht auf das Ende der Schraube gebracht und duch die Bohrungen in Stellstange und Kippschalter schließlich in die Stellschwelle eingefädelt werden. Puhhh! Das hört sich jetzt doch etwas komplizierter an, als es eigentlich ist! Der Kippschalter erfüllt zwei Aufgaben: Er hält die Weichenzunge in ihrer Endlage und versorgt außerdem das Herzstück mit der richtigen Polarität, in Abhängigkeit von der Stellung der Weiche.

Foto: Montierter Stellmechanismus unter dem Trassenbrett

Der zweite und kleinere Winkel (30mm) dient lediglich als Führung für die Stellstange.

Zur Bedienung der Stellstange wird eine Holzkugel auf das andere Ende der Stellstange aufgeschoben und mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert.

Foto: Holzkugel als Knauf zur Bedienung der Stellstange

Abschließend müssen noch die Kabel für die Herzstückpolarisierung an den Schalter gelötet werden – und fertig ist der mechanische Weichenantrieb!