Archive for ◊ Dezember, 2010 ◊

11. Dezember 2010 ~ 21:43 Uhr

Glücklicherweise befinde ich mich während der Gleisbauarbeiten jedoch nicht draußen, sondern in meinem warmen Arbeitszimmer. Hat eben doch seine Vorteile, (nur) in Nenngröße H0 zu bauen. Nach meinem Gleisplanentwurf habe ich heute zunächst einmal ein Weichenpaar platziert und von dort aus alle Gleise und Weichen bis an die Segmentenden verlegt. Natürlich alles exakt nach Plan!

Foto: Nach dem Gleisplan werden alle Weichen und Gleise ausgerichtet

Bei den Weichen wurde die genaue Position der Stellschwelle mit einem feinen Filzstift auf dem verlegten Kork markiert und anschließend drei Bohrungen vorgenommen. Mit einer Feile wurden die drei Löcher zu einem schmalen Rechteck verwandelt, durch das später der Stelldraht in die Stellschwelle führen wird. Ich hatte ja bereits erwähnt, daß die neuen Tillig-Weichen einen sehr gelungenen Eindruck auf mich machen. Dem ist auch noch so. Eine kleine Schwachstelle, die sich im späteren Betrieb jedoch als äußerst störend erweisen kann, stellen jedoch die kleinen Lötfahnen dar, an die ein Kabel für die Herzstückpolarisierung gelötet werden kann. Die kleinen Fähnchen sind nicht sicher mit dem Herzstückbereich verbunden (irgendwie nur “geheftet”) und Kontaktprobleme vorprogrammiert. Ich habe daher die Lötfahnen entfernt, die Gleise blank poliert und das Kabel direkt unter alle Gleise gelötet. Sicher ist sicher! Und spätestens nach dem Einschottern sind derartige Fehlerquellen nur mit größerem Aufwand zu beheben.

Foto: Öffnung im Trassenbrett für den Stelldraht der Weiche

Unerläßliche Werkzeuge beim Gleisbau sind Trennscheibe und KLeber. Mit der Trennscheibe werden die ca. 89cm langen Flex(iblen)gleise auf das richtige Maß gestutzt. Um die Gleise in ihrer exakt ausgerichteten Position zu fixieren, verwende ich einen Montagekleber; aber nur punktuell. Da die Gleise später eingeschottert werden, wird dann der Schotterkleber für den endgültigen und festen Halt sorgen. Zunächst ist daher eine Fixierung in Abständen von 10 bis 15cm völlig ausreichend.

Foto: Die Werkzeuge eines Gleisbauarbeiters: Trennscheibe und Kleber

Nun ist es schon wieder nach 22:00 Uhr und es ist an der Zeit, Feierabend zu machen. Da mich der Gleisbau noch eine Weile beschäftigen wird, gibt es den nächsten Bericht, wenn alle Gleise verlegt sind und das Kapitel “Elektrik” ansteht.

9. Dezember 2010 ~ 21:15 Uhr

… fühlte ich mich heute, als ich das von lokshop gelieferte Paket auspackte: Empfangsgebäude und Laderampe von Auhagen, Gleismaterial von Tillig in der Elite-Ausführung. Die EW3 von Tillig macht in der überarbeiteten Version optisch wirklich einen gelungenen und stimmigen Eindruck.

Foto: Die erste Material-Lieferung ist da!

Natürlich konnte ich es nicht lassen und richtete die ersten Weichen nach meinem Gleisplan auf den Segmenten aus, um einen Eindruck von den Platzverhältnissen zu bekommen. Wie erwartet, muss ich das Bahnhofsgebäude einer kleinen Operation unterziehen: In der Breite muss das Gebäude um ca. 3cm gekürzt werden. Die geringe Tiefe meiner Segmente von gerade einmal 29cm erfordern hier und da einige individuelle Anpassungen bzw. Umbauten von den Gebäuden, die es im Handel so zu kaufen gibt. Ich sehe es als Herausforderung!

Ich hoffe, am bevorstehenden Wochenende einmal den genauen Standort des Empfangsgebäudes einmessen zu können, um dann bald mit dem Bau des Gebäudes beginnen zu können. Hierzu muss zunächst das Stammgleis exakt ausgerichtet werden, denn aus dessen Lage ergibt sich die genaue Position des EG.